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Sehr geehrter Surfer, sehr geehrte Surferin,

die Eingangstüre zur Geschichte von Bümpliz steht Ihnen offen.
Erkunden Sie die alte und natürlich auch die aktuelle Welt des grössten Dorfes im Westen von Bern.

Unser Unternehmensziel

Das Ortsarchiv Bümpliz beherbergt eine ortsgeschichtliche Sammlung zur ehemals selbstständigen Gemeinde Bümpliz und ergänzt die amtlichen Bestände des Stadtarchivs Bern und des Staatsarchivs des Kantons Bern. Im Laufe der Jahre wurde eine grosse Sammlung alter Fotos und Postkarten zusammengetragen. Zudem sind nach und nach wertvolle Archivalien hinzugekommen, wie zum Beispiel Pläne, Kaufverträge, Vereins- und Firmennachlässe und weitere Unterlagen zur lokalen Geschichte.


Der Standort

Sie finden das Ortsarchiv im Bienzgut (Haupthaus) an der Bernstrasse 77, 3018 Bümpliz.

 

Der Bümplizer Kalender 2019 ist erschienen

Traditionsgemäss kommt der neue Bümplizer Kalender am Herbstmärit erstmals in den Verkauf. Das Thema der diesjährigen Ausgabe lautet „Der Stadtteil VI vor fünfzig Jahren“.

Das Ortsarchiv gibt alternierend jedes Jahr einen aktuellen, farbigen und im folgenden Jahr einen schwarz-weissen, historischen Kalender heraus. Für das kommende Jahr ist wieder ein Bilderzyklus aus der Vergangenheit an der Reihe.

Bereits das Titelblatt mit der Flugaufnahme des Tscharnerguts aus der Mitte der Siebzigerjahre zeigt auf, wie enorm die Verdichtung zu Lasten der noch vorhandenen Grünflächen zugenommen hat. Das Schwabgut ist nur zur Hälfte vollendet, das Fellergut wird noch gänzlich von Obstbäumen und der Parkanlage des Fellerstocks dominiert. Sogar das legendäre Restaurant Nordbahnhof – im Volksmund Nordpol genannt – ist noch sichtbar. Im Vordergrund rechts fahren die Baumaschinen rund um die ehemalige Möbelfabrik Pfluger auf, um den Neubau der Liftfabrik Emch einzuleiten.

Die Winterbilder Dezember bis Februar zeigen vor allem eines auf, das in der letzten Zeit zur Seltenheit geworden ist – nämlich Schnee! Erinnerungen tauchen auf, als am Waldrand des Sportplatzes Bodenweid noch eine Natureisbahn betrieben wurde, die sich bei Kindern und Jugendlichen grosser Beliebtheit erfreute.

Nicht, dass vor fünfzig Jahren nur heile Welt im Stadtteil VI herrschte! Zwei gegensätzliche Bilder vom Januar und Februar dokumentieren dies: Eines der wohlhabendsten Bauernhäuser von Bümpliz, das Statthalter-Bauernhaus in unmittelbarer Nähe der Sekundarschule, musste Ende der Vierzigerjahre einem Schulhaus weichen. Das Alte Schloss im Februar-Bild hingegen macht einen eher heruntergekommenen Eindruck. Die gelungene Renovation nach dem Brand von 1976 trug wesentlich zur Steigerung der Attraktivität bei.

Auch das Bahnhofsgebäude Bern Bümpliz Süd verdankt seinen Charme weit mehr dem blühenden Kirschbaum und weniger der aus der Pionierzeit des Eisenbahnbaus stammenden Architektur! Trotz den selten gewordenen Bauernbetriebe finden sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts immer noch Zeugnisse der landwirtschaftlichen Nutzung: Der Bauernbub vom benachbarten Schwabgut erntet das restlichen Stroh auf dem Gelände der heutigen Meienegg im Stöckacker; das September-Bild ist eines der raren Dokumente der bäuerlichen Nutzung des heutigen Begegnungszentrums Bienzgut. Das Dezember-Bild des einstigen Pfarrhauses an der Bottigenstrasse hinterlässt noch heute den schalen Nachgeschmack über die mutwillige Zerstörung eines der schönsten Häuser aus der Zeit des Bauerndorfs Bümpliz.

Einmal mehr unterstützt die vorliegende Publikation die Bestrebungen des Ortsarchivs, mit seiner geschichtlich/archivarischen Tätigkeit die Förderung der Identität und des Zugehörigkeitsgefühls zum Stadtteil VI zu stärken. Dank der grossen Hilfe des Hauptpartners FAMBAU Genossenschaft darf auch der Kalender 2019 zu einem bescheidenen Preis in den Verkauf gelangen. Er ist erhältlich in der Buchhandlung am Stadtbach, bei Jost Fotografie, Bottigenstrasse 24 und der Bibliothek Bienzgut.

Bümplizer Kalender 2019
Bahnhof Bümpliz-Süd, um 1960
Bahnhof Bümpliz-Süd, um 1960